Dienstag, 9. Mai 2017

Geschenke kommen von Herzen


Wir haben Anfang Mai. Ostern ist vorbei und Weihnachten scheint in weiter Ferne… Nicht so bei ZARA. Weihnachten ist hier weiterhin ein sehr präsentes Thema. Warum? Ich frage mal direkt heraus: Hast Du als Mitarbeiter schon Deinen Weihnachtsgutschein vom letzten Jahr erhalten? Eine Frage, die sich Kollegen regelmäßig gegenseitig stellen. Was ist der Grund hierfür?

Weihnachten - das Fest der Liebe, man beschenkt sich, und freut sich zusammen. Geschenke sollen von Herzen kommen, so auch bei ZARA.
Jedes Jahr bekommen die Mitarbeiter ein kleines Geschenk plus einen Gutschein über 20,- als kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten. Eine schöne Geste, die ich auch sehr begrüße und schätze.
Letztes Jahr bestand das Geschenk aus Bluetooth-Lautsprechern, und wie üblich einen 20,- Gutschein. Mit einer Besonderheit: Der Gutschein wurde dieses Mal nicht als Plastikkarte ausgegeben, sondern ist ausschließlich erhältlich, wenn man sich diesen über die sogenannte InetApp downloaded. Als Erklärung weshalb das jetzt so ist, wurden Umweltschutzgründe von den Managern genannt. Aus Rücksicht zur Umwelt? Also jetzt mal ernsthaft… Zur InetApp gleich mehr.

Wie gesagt, ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber ich bin der Meinung, dass Geschenke von Herzen kommen, und nicht an Bedingungen geknüpft werden sollten. Oder bin ich einfach zu naiv?
Die InetApp ist eine App für ZARA Kollegen. Über diese kann man sich über aktuelle Stellenangebote informieren, oder sich zum Beispiel seine Lohnabrechnungen online anschauen. An sich eine gute Sache, wenn man das möchte, und wenn man von den ominösen Zugriffsberechtigungen absieht, die bei der Installation verlangt werden. Auf das Thema Datenschutz möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen.

Soweit so gut. Was machen die Kollegen, die nicht diese App installieren möchten, aber trotzdem gerne den versprochenen 20,- Gutschein erhalten wollen? Warten, lange warten... Bis jetzt. Es ist offensichtlich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich, diesen an die betroffenen Mitarbeiter auszugeben.
In der Filiale gab es mal eine Liste, in der man seinen Namen ankreuzen sollte, damit man den Gutschein bekommt. Dann hieß es, dass es anhand der Liste nicht möglich sei, die Gutscheine auszugeben. Danach tauchten Formulare auf, in denen man seinen Namen mit eMail-Adresse eintragen sollte, um den Gutschein zu bekommen. Wozu brauchst man meine eMail-Adresse, wenn man mir den Gutschein schenken möchte?
Wenn man die Manager direkt auf das Thema anspricht, schaut man in unwissende Gesichter, und bekommt Antworten wie „Wir sind dabei.“ Vielleicht gibt es andere Filialen, wo es anders gelaufen ist. Das würde mich natürlich freuen. In der Filiale worüber ich berichte hat bis heute kein einziger Kollege den Gutschein erhalten, der nicht die App installiert hat. Drängt sich die Frage auf, ob es eventuell so seitens ZARA gewollt ist? Das Ganze hat für mich mittlerweile zumindest einen komischen Beigeschmack…

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