Es gibt ja bekanntlich den "Wunsch". Wie sagt man so schön: "Wünsche können, müssen aber nicht, in Erfüllung gehen."
Nun wurde uns bekannt, dass ZARA tatsächlich fast 90% der Belegschaft hinters Licht geführt hat in Punkto Versetzung und "Weiterbeschäftigungsgarantie". Wie das?
Es ist uns bekannt, dass es bei diversen morgendlichen und abendlichen Versammlungen, kurz nach Bekanntgabe der Schließung, die Arbeitgebervertretung immer wieder behauptet hat, dass bzgl. der Versetzungswünsche in anderen Filialen keine Garantie bestünde. Jedoch würde man sich die Wünsche anschauen/anhören und ggf. diese auch berücksichtigen.
Allerdings hat sich dann bei den Verhandlungen wohl der Arbeitgeber nicht mehr an diese Aussage halten wollen. Mit dem Resultat, dass tatsächlich SO GUT WIE NIEMAND, seinen Wunsch berücksichtigt bekommen hat. Uns ist zumindest von keinem Mitarbeiter bekannt, dem bewusst der Wunsch in eine bestimmte Filiale versetzt zu werden, gewährt wurde. Wenn jemand in seine Wunschfiliale kam war das entweder Zufall oder "Vitamin B"*
Wiedereinmal der Beweis dafür, dass ZARA seine Personalpolitik in die falsche Richtung lenkt. Wiedereinmal der Beweis dafür, dass ZARA definitiv NICHT zu den beliebtesten Arbeitgebern der Branche gehören wird. Wiedereinmal der Beweis dafür, dass ZARA an NICHTS anderem interessiert ist als an Profit, Gewinn, Umsatz und Budgetzahlen, anstatt an Fairness, Verständnis und Empathie für die Angestellten.
Schade, denn für einen kurzen Moment haben viele Mitarbeiter gedacht, dass ZARA doch etwas für seine Angestellten empfindet, als dieses tolle Versprechen der "Weiterbeschäftigungsgarantie" ausgesprochen wurde. Jedoch hat auch der letzte Speichellecker und Spitzel gemerkt, dass ZARA nur an einer Sache interessiert ist, nämlich an ZARA!
Sogar diejenigen, die im Streik-Sommer letztes Jahr brav im Laden geblieben sind und sich so toll für den Arbeitgeber engagiert haben, ihre 10 Stunden Schichten geschoben haben, sich tapfer an den Eingangstüren der Läden postiert haben, um auch ja einen guten Eindruck zu hinterlassen, sogar die haben (bis auf ein oder zwei Ausnahmen) einen saftigen Arschtritt vom Arbeitgeber bekommen. Sogar diese Leute (böse Zungen nennen sie "Arschkriecher") sind in Filialen versetzt worden, die erstens nicht ihr Wunsch war und zweitens viel weiter weg von ihrem Wohnort. Na, wenn das mal keine Belohnung ist, dann wissen wir auch nicht mehr. Aber wie sagte neulich ein ehemaliger Kollege so schön: "Jeder kriegt das, was er verdient. Das nennt man dann KARMA!"
*Das "B" bei "Vitamin B" bedeutet "Beziehung". Das bedeutet, dass jemand gute Beziehung hatte und dadurch diese Person seine Ziele erreicht hat und nicht etwa aus eigener Kraft und Handlung heraus. Ist definitiv negativ zu sehen!
Donnerstag, 1. März 2018
Mittwoch, 21. Februar 2018
Aktion Arbeitsunrecht - ZARA ist für den Schwarzen Freitag nominiert!
„Das Grauen kehrt zurück: Der 13. April 2018 ist wieder ein Schwarzer Freitag. An diesem Tag wird die aktion ./. arbeitsunrecht zusammen mit Unterstützer_innen in ganz Deutschland Protestaktionen gegen Horror-Jobs und schikanöse Unternehmen durchführen.“
Die letzte Aktion fand am 13.10.2017 statt. Mit bundesweiten Aktionen machte man auf das fragwürdige Gebaren von H&M aufmerksam. Auch ZARA-Betriebsräte solidarisierten sich damals mit den H&M Kollegen. Das Video von der Aktion könnt ihr nochmal hier sehen.
Über ZARAs Methoden und dem Verhalten unseren Kolleginnen und Kollegen gegenüber haben wir in der Vergangenheit ausführlich berichtet. Die Negativschlagzeilen über ZARA reißen einfach nicht ab:
- Missbrauch von BEM-Gesprächen, um Mitarbeiter krankheitsbedingt im großen Stil zu kündigen
- Keine flexiblen Arbeitszeiten mehr für Mütter
- Austausch von Stammpersonal durch billigere Leiharbeitnehmer aus dem Ausland
- Bespitzelungen von Gewerkschaftsversammlungen
- Behinderung von Betriebsratswahlen
- Filialschließungen aus „Imagegründen“
- Gesundheitsgefährdende Zustände in den Filialen, weil man an Reinigungskräften spart
Für den nächsten Schwarzen Freitag ist deswegen mehr als nur verdient ZARA nominiert!
Fallen euch noch weitere Gründe ein? Kommentiert gerne hier bei unseren Freunden von der "Aktion Arbeitsunrecht" wieso gegen ZARA am Schwarzen Freitag, den 13. April 2018 deutschlandweit protestiert werden sollte!
Freitag, 9. Februar 2018
Ekel-Alarm bei ZARA - wenn Arbeit krank macht!
„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ - eine bekannte Aussage, die viel Wahrheit in sich trägt. Denn wir alle verbringen meistens den Großteil unseres Lebens an unserem Arbeitsplatz. Dementsprechend sollte man sich an diesem wohlfühlen und als Angestellter erwarten können, dass an diesem zumindest die grundlegenden hygienischen Standards eingehalten werden - davon sind leider einige Münchner Filialen meilenweit entfernt!
Besonders schlimm sind die hygienischen Zustände in der Filiale der Leopoldstraße: Hier besteht das Reinigungsteam seit Wochen nur noch aus zwei Kräften, anstatt wie bisher aus fünf Personen. Der Grund hierfür soll angeblich krankheitsbedingt sein. Die Folgen sind unübersehbar: Staub und Dreck, wohin man sieht! Der Kassenbereich ist eine einzige Zumutung und Stolperfalle gleichermaßen. Ähnlich sieht es in den Lagerräumlichkeiten aus - geputzt wurde hier offensichtlich schon seit Langem nicht mehr. Müll und Staub in allen Ecken.
Der Kassenbereich - Chaos, Schmutz und Stolperfallen
Im Lager: Staub und Müll, geputzt wurde hier seit Langem nicht mehr
Eine sogenannte Grundreinigung der kompletten Filiale muss normalerweise zweimal pro Jahr stattfinden. Im Zuge dieser werden Böden feucht gewischt und z.B. auch die unteren Regalböden im Lager abgenommen und gereinigt. In der Leopoldstraße wurde eine solche Grundreinigung in den letzten zwei Jahren nachweisbar kein einziges Mal durchgeführt!
Die Glasflächen an den Fronten sind von millimeterdicken Staubschichten überzogen
Das war leider erst der Anfang - geht man in dieser Filiale in das sogenannte „Tütenlager“ bieten sich einem schockierende Bilder: Überall großflächiger Schimmelbefall, wohin man sieht! ZARA nutzt für die Lagerung von Kleiderbügeln und Papiertüten einen Kellerraum, der hierfür eigentlich gar nicht vorgesehen ist. In diesem Raum ist es feucht und es steht knöchelhoch das Wasser. Seit Monaten breiten sich hier ungehindert Schimmelpilze aus. Es besteht hochgradig Infektionsgefahr, denn unsere Kolleginnen und Kollegen müssen aus diesem Raum regelmäßig Material holen! Schimmelsporen breiten sich bekanntermaßen über die Luft aus, und werden eingeatmet. Ein Umstand der auch die hohe Krankheitsquote in dieser Filiale erklären könnte. Die Papiertüten aus diesem kontaminiertem Raum werden zum Verpacken der verkauften Ware benutzt und den Kunden einfach so mit nach Hause gegeben! Ebenfalls werden die Kleiderbügel ungereinigt auf der Verkaufsfläche genutzt.
Infektionsgefahr: Großflächiger Schimmelbefall wohin man sieht!
Kaum zu glauben: Die Tüten aus diesem Raum werden Kunden mitgegeben, Kleiderbügel werden ungereinigt im Verkauf benutzt!
Kann es wirklich sein, dass ZARA über diese katastrophalen Missstände hinwegsieht? Es geht hier um die Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden! Der Betriebsarzt wurde von dem zuständigen Betriebsrat über diese Zustände informiert, und es hieß man „habe Kontakt und regen Austausch mit der Zentrale in Hamburg aufgenommen“ weiter heißt es, dass „mit vereinten Kräften jetzt aufgeräumt wurde und weiter an langfristigen Lösungen gearbeitet wird“. Wie sich herausstellt nur leere Worthülsen, denn vor Ort war tatsächlich niemand und hat aufgeräumt, passiert ist bis jetzt nichts!
Hygienische Mängel sind bei ZARA leider kein Einzelfall - auch in der Theatinerstr. scheint man auf Kosten der Gesundheit zu sparen: Vor Monaten wurde hier das mehrköpfige Reinigungsteam abgeschafft, nun ist für die Sauberkeit der kompletten Filiale nur noch ein einziger Kollege aus dem Lagerteam zuständig. Dieser ist über einen Werkvertrag von ZARA eigentlich eingestellt worden, um Ware im Lager zu verräumen. Sämtliche Reinigungsarbeiten in dem Store plus den Aufenthaltsräumen in einem anderen Gebäude soll er „nebenbei“ zu seiner Hauptaufgabe erledigen. Die Rede ist von einer Filiale mit einer Mitarbeiteranzahl von ca.120 Beschäftigten!
Wenn dieser Kollege z.B. durch Krankheit ausfällt, gibt es meistens keinen Ersatz , es wird also gar nicht geputzt. Die Zustände der Verkaufsfläche und Aufenthaltsräume, besonders der sanitären Anlagen sind seitdem katastrophal. Da oft tagelang weder Toilettenpapier, noch Papierhandtücher vorhanden sind, brachten Mitarbeiter in der Vergangenheit Toilettenpapier von zu Hause mit in die Arbeit. Ein weiteres Risiko ist der durch die vielen Textilien anfallende Staub - Kassen sind teilweise so verstaubt, dass Kollegen mit Asthma ernsthafte Probleme bekommen. Ein nicht herunterzuspielendes Risiko, abgesehen von den vielen Stolperfallen, da von Kunden mitgebrachte Kartons von Onlinerückgaben auch hier den ganzen Tag nicht aus den Kassenbereichen geräumt werden.
ZARA spart mal wieder am falschen Ende auf Kosten der Beschäftigten. Wie lange sollen diese Zustände noch anhalten? Der verwahrloste Zustand der Verkaufsfläche bleibt auch den Kunden gerade an Wochenenden nicht verborgen. Überquellende Mülleimer den ganzen Tag, Wollmäuse aus Staub in allen Ecken, und Dreck im gesamten Kassenbereich gehören zu dem ganz normalen Alltag. Ein Zustand, der schon oft seitens der Beschäftigten und Betriebsrat angemahnt wurde - passiert ist trotzdem nichts. Es geht hier nicht darum, um mal wieder über Kleinigkeiten zu meckern, sondern diese hygienischen Zustände stellen ernste gesundheitliche Gefahren dar!
In der Filiale der Neuhauserstr. herrschen die gleichen bedenklichen Zustände: Eine professionelle Reinigungsfirma sucht man auch hier vergeblich. Es wird vermutet, dass ebenfalls zwei Kollegen aus dem Lagerteam die Filiale reinigen sollen. Wann dieses genau stattfindet, weiß niemand, denn tagsüber wird zumindest nicht geputzt. Dementsprechend sind die sanitären Anlagen in dem Store mit 107 Mitarbeitern eine einzige Zumutung. Es fehlt seit Monaten an Seife und Toilettenpapier, sodass dieses ebenfalls von den Kolleginnen und Kollegen privat gekauft und zur Verfügung gestellt werden muss! Ähnlich wie in den anderen Filialen ist die gesamte Verkaufsfläche von Staub befallen, Kunden beschweren sich inzwischen gehäuft über die verdreckten Zustände.
Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte - ab jetzt gibt es keine Möglichkeiten für Ausreden der Geschäftsleitung mehr, und es kann auch nichts mehr kleingeredet werden! Es kann nicht sein, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in solchen gesundheitsschädlichen Umgebungen schuften müssen, und im Müll untergehen! Schimmelpilze, Dreck und Staub - ernsthaft? Was ist mit dem ZARA-Image passiert? Sind der Geschäftsleitung die Beschäftigten so wenig wert, dass man sich mittlerweile schon an Reinigungskräften kaputt spart? Wir, die Betriebsräte der Münchner Filialen erwarten konkrete Lösungsvorschläge, und das am besten gestern als heute. Es werden wieder vernünftige Reinigungsfirmen mit mehrköpfigen Teams benötigt, und nicht Einzelpersonen, die mal hier und da noch nicht mal das Allernötigste schaffen können!
Sonntag, 14. Januar 2018
ZARA Kaufingerstraße - Ein Ende mit Schrecken
Nun
ist es soweit. Die Einigungsstelle ist beendet. Die Verhandlungen zum
Interessensausgleich und Sozialplan in der ZARA Filiale Kaufingerstr. sind
abgeschlossen und alle Formalitäten erledigt. Was bleibt ist ein Scherbenhaufen
voll zerstörter Vorstellungen und Hoffnungen fast aller Angestellten in diesem
Betrieb. Warum?
Nun,
zum einen hängt es damit zusammen, dass die Arbeitgeberseite sich allem
widersetzte, was im Ansatz nach "Vorteil für den Angestellten" aussah
und zum anderen, weil die Gesetzgebung in Deutschland leider an manchen Stellen
Lücken und Grauzonen aufweist, die von Arbeitgebern schamlos ausgenutzt werden, so auch von ZARA.
Um
eines sehr deutlich vorweg zu schicken:
Die Arbeitnehmervertretung begrüßt und schätzt es sehr, dass der
Arbeitgeber allen Beschäftigten eine "Weiterbeschäftigungsgarantie"
ausgesprochen hat!
Allerdings
hat diese "Garantie" deutlich an Wert verloren, als die Verhandlungen
begonnen haben.
Die
Arbeitgeberseite konnte sich plötzlich nicht mehr daran erinnern, dass bei den
diversen morgendlichen und abendlichen Mitarbeitertreffen (kurz
"Nippon" genannt) gesagt wurde, dass man als Beschäftigter seine
"Wunschfiliale", in die man gerne versetzt werden möchte (falls man
weiter machen will) angeben kann und soll. Ob dieser Wunsch auch in Erfüllung
geht kann man zwar nicht versprechen, aber es wird zumindest zur Kenntnis
genommen und versucht zu berücksichtigen.
Tatsächlich
gingen daraufhin fast alle Beschäftigten zur zuständigen Personalreferentin und
gaben an wohin sie gerne gehen würden, wenn sie denn weiter beschäftigt werden
sollten. Alles wurde auch feinsäuberlich in einer Tabelle festgehalten. Doch
bei der Verhandlung wollte der Arbeitgeber sich nicht mehr an seine Äußerung
erinnern und auch keine, ich wiederhole: KEINE!, Wünsche mehr zu berücksichtigen. Der
Arbeitgeber ging sogar soweit zu sagen, dass auch im Falle einer Möglichkeit
der Auswahl, der Beschäftigte KEIN Mitspracherecht haben werde. Also NICHTS für den Arbeitnehmer!
Der
Hintergrund ist, dass der Arbeitgeber hier befürchtet, dass einige Beschäftigte, deren
Wunsch nicht in Erfüllung ging evtl. vor Gericht ziehen könnten und dieses
Risiko wollte der Arbeitgeber nicht eingehen.
Dumm
nur, dass der Arbeitgeber jetzt eher das Risiko eingeht, dass wesentlich mehr
Beschäftigte klagen könnten, weil sie willkürlich in irgendwelche
Filialen verteilt werden, nach sogenanntem "billigem Ermessen" des
Arbeitgebers (wer es genauer wissen möchte kann hier mal reinlesen: § 315 Abs. 1 BGB).
Ebenso
unverständlich war es für die Arbeitnehmervertretung, dass der Arbeitgeber
keine Sicherung der Weiterbeschäftigungsgarantie geben wollte. Der Arbeitgeber
berief sich, gefühlt 10.000 Mal, darauf, dass sie eine Weiterbeschäftigung allen
Beschäftigten der Filiale zugesagt haben und gut ist. Man solle doch bitte
zufrieden sein damit und alles andere hier zu verlangen wäre unverschämt und
anmaßend. Die Arbeitnehmervertretung wollte z. B. eine verlängerte
"Garantie" für die versetzten Kolleginnen und Kollegen, die im Falle
einer erneuten betriebsbedingten Kündigung, nach ihrer Versetzung, auf den
jetzt abgeschlossenen Sozialplan zurückgreifen können. Diese Klausel ist nicht
nur legitim sondern auch üblich in der Branche, das bestätigte sogar der
Einigungsstellenvorsitzende, aber die Arbeitgeberseite schaltete, mal wieder,
auf stur. Obwohl man zugestand, dass es ohne eine Schließung bislang bei ZARA
keine betriebsbedingten Kündigungen gab, es also kein Risiko für den
Arbeitgeber darstellen würde, wenn diese Klausel drin wäre, wollte man sich da
nicht festlegen. Also auch hier wieder NICHTS
für den Arbeitnehmer.
Über
die Abfindungen kann man tatsächlich lange hin und her streiten. Kurz gefasst
muss man auch hier sagen, dass 90% der Beschäftigten, die gerne eine
Abfindung genommen hätten, diese nun NICHT mehr annehmen werden. So zumindest ist unsere Einschätzung. Allerdings muss man hier sagen, dass unter den gegebenen Umständen es schon sehr wichtig ist, dass es der Arbeitnehmervertretung gelungen ist, überhaupt eine Abfindungsregelung mit dem Arbeitgeber zu treffen. Denn rein rechtlich hätte der Arbeitgeber in dieser Situation gar keine Abfindung zahlen müssen. Umso erfreulicher ist es, dass es nun eine Regelung gibt und unter den gegebenen Umständen das Maximum rausgeholt werden konnte. Auch wenn es viele Beschäftigte geben wird, die wesentlich mehr erwartet haben.
Deswegen wird allerdings der Arbeitgeber auch ein Problem bekommen. Denn unserer Vermutung nach, war der Arbeitgeber eher darauf eingestellt, 40 bis 60% der Belegschaft
durch Abfindungen "loszuwerden", sodass man weniger
Stundenbudgeterhöhungen in den übrigen Filialen investieren muss. Allerdings
wird das mit dieser Abfindungshöhe, die ausgemacht wurde sehr fraglich, ob das
den arbeitgeberseitigen Wunscheffekt haben wird. Es ist ohnehin noch sehr fraglich
wie das Ganze zu bewältigen sein soll, wenn in eine Filiale plötzlich ca. 50%
mehr Belegschaft da ist?! Belegschaft für die es keine geeigneten Sozialräume
gibt und auch nicht genügend sanitäre Einrichtungen. Fraglich auch, dass diese Überbudgetierung
auf lange Sicht gut gehen wird oder ob man nicht doch eine
"Schattenplanung" hat/hatte und diese versetzten Mitarbeiter nur in
den Filialen "geparkt" werden bis man eine neue Filiale aufmacht. Auch die Vermutung liegt nah, dass andere Filialen, die kleiner sind und/oder ebenfalls nicht mehr in das "Konzept" passen oder sogar wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen, noch in diesem aber spätestens nächstem Jahr geschlossen werden könnten. Amüsant war es, als man den Arbeitgeber mit dieser Planung konfrontierte und
dieser dann tatsächlich so tat, als wisse er nicht, wovon die Gegenseite
spricht. Obwohl man doch genau wissen sollte, dass die Bezugsquellen der
Gewerkschaft doch sehr weitreichend sind.
Auch
die begründete Besorgnis, dass die sogenannten "aufnehmenden"
Betriebsräte der anderen Münchner Filialen der Versetzung der Beschäftigten aus
der Kaufingerstraße widersprechen könnten, hat der Arbeitgeber als irrelevant
abgetan. Auch hier wollte der Arbeitgeber KEINE schriftlichen Zugeständnisse machen.
Wiedermal NICHTS für den Arbeitnehmer.
Aber bei
allen negativen Aspekten, die hier aufgezählt wurden, sollen die positiven
nicht unerwähnt bleiben:
-
Beschäftigte in Elternzeit werden ebenfalls jetzt schon in die Planung mit
einbezogen und nicht erst wenn sie aus Elternzeit wiederkommen, so wie es der
Arbeitgeber wollte
-
Fahrtkostendifferenzerstattung im Falle einer Erhöhung durch den neuen
Arbeitsplatz
-
Eine Art "Probezeit" von 3 Monaten nach der Versetzung, mit der
Option doch die Abfindung zu nehmen, wenn man nach 3 Monaten merken sollte,
dass man sich nicht mit dem neuen Arbeitsumfeld anfreunden kann
Nun
kann die Eine oder der Andere sich denken: "Was? Das ist alles, was als
'positiv' erwähnt wird?" - Ja, leider. Liest sich sehr wenig, ist es auch!
Aber auch hier muss gesagt werden, dass es den Arbeitnehmervertretern sehr schwer gemacht wurde, indem immer und immer wieder betont wurde, dass es eigentlich keinen Grund gäbe sich aufzuregen, denn schließlich wird niemand gekündigt, sondern jeder weiter beschäftigt, der möchte. Genau das aber war es letztlich auch, was diese Verhandlungen so schwierig und so besonders gemacht haben und da der Arbeitgeber sich ja so gern wiederholt, tun wir das an dieser Stelle auch nochmal:
Aber auch hier muss gesagt werden, dass es den Arbeitnehmervertretern sehr schwer gemacht wurde, indem immer und immer wieder betont wurde, dass es eigentlich keinen Grund gäbe sich aufzuregen, denn schließlich wird niemand gekündigt, sondern jeder weiter beschäftigt, der möchte. Genau das aber war es letztlich auch, was diese Verhandlungen so schwierig und so besonders gemacht haben und da der Arbeitgeber sich ja so gern wiederholt, tun wir das an dieser Stelle auch nochmal:
Die Arbeitnehmervertretung begrüßt und schätzt es sehr, dass der
Arbeitgeber allen Beschäftigten eine "Weiterbeschäftigungsgarantie"
ausgesprochen hat!
Aber
die "Qualität" dieser Garantie ist, zumindest in den Augen der
Arbeitnehmervertretung, nicht viel Wert. Vor allem wenn man die persönlichen Belange und
Ängste der Kolleginnen und Kollegen schlichtweg ignoriert und diese
"Weiterbeschäftigungsgarantie" lediglich dafür nutzt, um in der
Öffentlichkeit gut auszusehen.
Schlussendlich muss man sagen, dass eine Ära zu Ende geht. Eine der wichtigsten deutschen ZARA Filialen schließt nun
ihre Türen. Die Geschichten und Erlebnisse, die hinter diesen Türen stattfanden
bleiben aber in den Köpfen und Herzen derer bestehen, die dort gearbeitet und
ihren Teil dazu beigetragen haben, dass ZARA Deutschland zu dem geworden ist,
was es ist.
Wir
möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei der Belegschaft bedanken, die uns als
ihren Vertretern, ihr Vertrauen geschenkt haben und hoffen dass die Zukunft
aller Kolleginnen und Kollegen in eine, für jeden, positive Richtung geht.
Donnerstag, 11. Januar 2018
Filialschließung - Leopoldstraße vor dem Aus?
Wie wir in der Vergangenheit berichteten, wird die allerserste Münchner ZARA-Filiale in der Kaufingerstraße zum Ende nächsten Februars geschlossen.
Grund hierfür sind nicht die Umsatzzahlen, sondern schlicht und einfach Image - ZARAs Geschäftsleitung findet die Filiale von den baulichen Gegebenheiten nicht mehr zeitgemäß. Man konnte nicht in die Breite gehen, und der Store sei schlichtweg zu klein geworden. Da spielt die bombastische Verkaufslage fast direkt am Marienplatz offenbar auch keine Rolle mehr. Die genauen Details könnt ihr nochmal hier nachlesen.
In unserem aktuellen Beitrag stellen wir uns die Frage
„Was passiert nun mit der Filiale in der Leopoldstraße?“
ZARA hat enormes Interesse an neuen, riesigen Megastores - dafür werden auch, wenn nötig, kleinere Filialen in der Umgebung geschlossen. So zuletzt geschehen in Köln.
In München halten sich derzeit hartnäckig Gerüchte, dass hier auch ein neuer Megastore entstehen soll. Dann wäre die Filiale in der Leopoldstrraße mit ihrem alten Konzept für ZARA nicht mehr attraktiv. Für die betroffene Belegschaft heißt es jedenfalls aktuell
„Hoffen, zittern, bangen“!
Anfragen vom zuständigen Betriebsrat zu diesem Thema werden mit Floskeln wie „Derzeit sei keine Schließung geplant“ von Vertretern der Geschäftsleitung abgespeist. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass man auf diese Aussagen nicht Vertrauen kann - bereits bei der Schließung der Kaufingerstr. wurden Belegschaft und Betriebsräte von der Geschäftsleitung nachweislich schlichtweg belogen! Die Filialschließung wurde erst Ende Oktober bekannt gegeben, mit der Aussage, dass alles „ganz kurzristig“ passiert sei. Mehrere Quellen bestätigten jetzt, dass die Geschäftsleitung mindestens seit Mai 2017 hierüber in Kenntnis war.
Leider deutet derzeit alles daraufhin, dass ZARA kein Interesse mehr hat, die Filiale mit der prominenten Lage in der Leopoldstraße weiterhin zu betreiben: Bereits im vergangenen Sommer waren mehrere Architekten vor Ort, um zu prüfen, ob man eine Kinderabteilung in die Filiale mit integrieren könnte. Die baulichen Gegebenheiten machen dieses Vorhaben jedoch nicht möglich.
Der Mietvertrag läuft zum Ende März 2019 aus. Früher wurde dieser schon immer Jahre vor dem Auslaufen seitens ZARA verlängert. Dass dies bis zum heutigen Tage nicht geschehen ist, ist bezeichnend.
Ein weiteres Indiz, dass ZARA kein Interesse mehr an diesem Store hat ist der desaströse Zustand der Filiale:
Das Mobiliar ist veraltet und oftmals defekt. Die Holzlamellen an den Glasfronten im Eingangsbereich sind schon seit Jahren defekt, oder fehlen schlichtweg. Die Möbel in den Kassenbereichen sind im mangelhaften Zustand und werden teilweise notdürftig von Mitarbeitern mit Klebeband „repariert“, damit sie nicht auseinanderfallen! Getan wird hier seitens ZARA absolut nichts. Auf Nachfrage beim zuständigen Hausmeister heißt es, dass er bei allen anderen Filialen sofort immer Rückmeldung von ZARA bei Reparaturaufträgen bekommt - lediglich bei Anfragen für die Leopoldstraße werden diese von ZARA nie beantwortet.
Zerbrochenes Glas, gebrochene Spiegel, offene Kabel - Offenbar nimmt
ZARA diese Verletzungsgefahren seiner Kunden und
Beschäftigten billigend in Kauf...
Wie müssen sich die Kolleginnen und Kollegen dieser Filiale fühlen? Sie wissen nicht, wie lange sie noch zusammen beschäftigt sind, dazu noch die Umstände vor Ort. Sollen wir solch ein rücksichtsloses und unverschämtes Verhalten der Geschäftsleitung unseren Kolleginnen und Kollegen gegenüber noch weiter hinnehmen? Es kann nicht sein, dass hier ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter Planungen vorgenommen werden, und die Menschen, die unmittelbar davon betroffen sind, erst als allerletzte davon erfahren!
Das Bündnis der Münchner Betriebsräte hält wie gewohnt zusammen! Sollte es tatsächlich zu einer weiteren Filialschließung in München kommen, wird dies sicher kein Spaziergang für die Geschäftsleitung werden…
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Mütter bei ZARA - nein danke! (Teil 2 von 2)
Im --> ersten Teil <-- dieses Themas setzen wir uns mit der Problematik auseinander, der sich junge Kolleginnen mit Kindern bei ZARA stellen müssen. In diesem Teil möchten wir über mögliche Lösungen schreiben.
Wer in München wohnt, und eine Familie gegründet hat, weiß, dass es ein riesiges Problem in München gibt, was KITAs angeht.
Einen Platz in einer Tagesstätte für die Betreuung der Kinder zu bekommen, scheint hier schier unmöglich. Die Wartelisten sind lang. Wenn mann Glück hatte, und doch einen Platz abbekommen hat, gehen die Probleme weiter. Kinderbetreuung ist in Deutschland sehr teuer - man braucht dementsprechend Geld, um als junge Mutter über die Runden zu kommen.
Um die Lebenshaltungskosten bezahlen zu können, geht man arbeiten. Der Nachwuchs muss jeden Nachmittag von der KITA abgeholt werden - wenn man Arbeitszeiten hat, die dieses zulassen, gut. Wenn nicht, hat man bei ZARA ein großes Problem.
Wie im ersten Teil zum Thema erwähnt, ist es bei ZARA mit vielen Problemen verbunden, die Arbeitszeiten anzupassen. Das heißt, Mütter müssen oft voll flexibel eingeplant werden können.
Die Lösung für die ganze Problematik ist eigentlich simpel. Der ehemalige Gesamtbetriebsratsvorsitzende von ZARA hatte vor langer Zeit vorgeschlagen, eine Art Firmen-KITA zu gründen. Diese Idee wurde bis heute seitens der Geschäftsfleitung nicht umgesetzt. Wieso eigentlich nicht? Alleine in den 6 Münchner ZARA-Filialen würde es genügend Muttis geben, die mit dem Nachwuchs eine komplette KITA füllen. Eine Firmen-KITA schafft Arbeitsplätze, und würde die Kinderbetreuung mit den Arbeitszeiten der Mütter abstimmen. Eine Win-win Situation für Arbeitgeber und Beschäftigte gleichermaßen. Die Mütter müssten sich keine Sorgen mehr um ihre Arbeitszeiten und Betreuung der Kinder machen, und das würde der kompletten Atmosphäre im Store gut tun - was sich auch auf die Umsätze positiv auswirkt. Desweiteren hätte ZARA so auch die Möglichkeit, sich nun einmal positiv in den Medien präsentieren zu können. Ein nicht ganz unerheblicher Punkt, nach der negativen Präsenz in der Presse diesen Jahres.
Aus welchem Grund wird dieser Vorschlag nicht umgesetzt?
Eine weitere Option hierfür wäre, dass ZARA eine Allianz mit anderen Münchner Einzelhändlern bildet, um eine KITA zu gründen. So könnten sich die Unternehmen die Organisation, Finanzierung und Verantwortung teilen. H&M z.B. dürfte in diesem Bereich ähnliche Probleme wie ZARA haben.
Eine KITA für Mitarbeiter würde junge Familien fördern, und für alle Seiten so vieles erleichtern. Warum dieser Ansatz von ZARA bis jetzt immer noch nicht aufgegriffen wurde, bleibt weiterhin unklar.
Falls Ihr hierzu Ideen und Anregungen habt, meldet euch! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, und vielleicht bewirken wir zusammen was!
Freitag, 17. November 2017
Geheimakte ZARA Kaufingerstraße - ZARA bespitzelt Gewerkschaftsversammlung
Die ZARA Filiale München Kaufingerstr. soll ihre
Tore spätestens am 24.02.2018 schließen. Wir haben darüber berichtet (hier geht’s zum ersten Artikel).
Hierfür müssen einige Verhandlungen zwischen dem
Betriebsrat der Filiale und auch dem Arbeitgeber geführt werden. Ein sog.
"Interessensausgleich" und ein "Sozialplan" sorgen
dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen der Filiale fair und leistungsgerecht
behandelt werden, nachdem der Arbeitgeber den Laden schließt.
Mal abgesehen davon, dass der Arbeitgeber einen
lukrativen und gewinnbringenden Laden in bester Verkaufslage einfach so
schließen will, möchte er auch noch keine vernünftigen Verhandlungen mit dem
Betriebsrat der Filiale führen.
Nochmal zur Erinnerung:
Betriebsverfassungsgesetz
§ 111 Betriebsänderungen
In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten
Arbeitnehmern hat der Unternehmer den Betriebsrat über geplante
Betriebsänderungen, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft oder
erhebliche Teile der Belegschaft zur Folge haben können, rechtzeitig und
umfassend zu unterrichten und die geplanten Betriebsänderungen mit dem
Betriebsrat zu beraten
Genau das Gegenteil ist der Fall. ZARA hat weder rechtzeitig noch umfassend den BR während der Planungsphase unterrichtet. Sogar Vorverhandlungen wollte ZARA nicht führen und ging einseitig davon aus, dass der BR sowieso nicht bereit zu Verhandlungen ist und beschloss einseitig eine Einigungsstelle einzurichten. Damit nicht genug, ZARA hat auch vorsorglich (und wiederum einseitig) entschieden, die von Arbeitgeberseite vorgeschlagenen Einigungsstellenrichter durch das Arbeitsgericht einsetzen zu lassen.
Die Krönung des Ganzen ist aber, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat sogar bezichtigt, dass dieser die Verhandlungen "künstlich in die Länge ziehen will" und dafür hat er sogar "Spitzel" beauftragt, dies herauszufinden und auch zu bestätigen. Zur Not auch wenn es nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Am 26.10.17, also 9 Tage nachdem der Arbeitgeber die Schließung offiziell verkündet hat, einen Infoabend für Gewerkschaftsmitglieder aller ZARA Filialen in München anberaumt. Gekommen sind einige Kolleginnen und Kollegen aus allen Filialen. Bei dieser Veranstaltung waren auch Angestellte von ZARA, die nicht Gewerkschaftsmitglied waren/sind. Was im Grunde nicht so schlimm wäre, wenn man nicht nur wegen einem Zweck dorthin gekommen war: Spionage für den AG!
Die Krönung des Ganzen ist aber, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat sogar bezichtigt, dass dieser die Verhandlungen "künstlich in die Länge ziehen will" und dafür hat er sogar "Spitzel" beauftragt, dies herauszufinden und auch zu bestätigen. Zur Not auch wenn es nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Am 26.10.17, also 9 Tage nachdem der Arbeitgeber die Schließung offiziell verkündet hat, einen Infoabend für Gewerkschaftsmitglieder aller ZARA Filialen in München anberaumt. Gekommen sind einige Kolleginnen und Kollegen aus allen Filialen. Bei dieser Veranstaltung waren auch Angestellte von ZARA, die nicht Gewerkschaftsmitglied waren/sind. Was im Grunde nicht so schlimm wäre, wenn man nicht nur wegen einem Zweck dorthin gekommen war: Spionage für den AG!
Zwei Angestellte, nennen wir sie mal Frau
Cindy H. aus der Filiale in der Theatinerstr. und Herr Sebastian G. aus der
Filiale in der Kaufingerstr., kamen wohl nur aus diesem Zweck dorthin. Ganz
offiziell haben sie sich alles schön notiert und mitgehört, was die Gewerkschaft
und die anwesenden Kolleginnen und Kollegen von sich gaben. Diese Informationen
gaben sie dann an den Arbeitgeber weiter und dieser hörte unter anderem, dass
gesagt worden sei, dass der Betriebsrat der Filiale Kaufingerstr. mit der
Gewerkschaft die Verhandlungen absichtlich in die Länge ziehen möchte. Von 7
bis 8 Monate soll die Rede gewesen sein, die angeblich verzögert werden soll.
Das hat der Arbeitgeber zum Anlass genommen beim Arbeitsgericht die Einsetzung
einer sofortigen Einigungsstelle beantragt. Ohne Vorverhandlung und ohne
jeglichen Informationsaustausch vorab, will jetzt der Arbeitgeber unverzüglich
die Schließung voran treiben.
Zwar wurde bei der Versammlung gesagt, dass es unwichtig ist, ob die Infos von der Versammlung herausgehen an den Arbeitgeber, aber dann sollten sie zumindest der Wahrheit entsprechen und nicht aus dem Zusammenhang gerissen und Falsch wiedergegeben werden. Hätten also die besagten Personen mal besser
zugehört, dann hätten sie das Ganze nicht falsch verstanden, sondern so wie es
gesagt und auch gemeint war. Der Gewerkschaftssekretär hat, im Zuge der
Erklärung was ein "Interessensausgleich" und
ein "Sozialplan" ist, die Möglichkeiten und
Vorgaben, die damit einhergehen erläutert. Dabei wurde auch gesagt, dass es,
käme es zu Uneinigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat, durchaus
passieren kann, dass sich die Verhandlungen hinauszögern. Denn schließlich muss
alles besprochen werden und unter Umständen auch vor Gericht geklärt werden. Da
sich aber der Arbeitgeber selbst die Monate November und Dezember für
Verhandlungen ausgesucht hat und das Arbeitsgericht in München ebenfalls über
diese Monate ihre Urlaubszeiten hat und es schwer ist Termine festzulegen,
können Verzögerungen vorkommen. Während des Infoabends hat im Übrigen kein BR
der Kaufingerstr. mit irgendeinem Ton bestätigt, dass dies auch der
"Plan" vom BR wäre.
Also stellt man sich schon die Frage: Woher nimmt sich der Arbeitgeber eigentlich die Frechheit heraus so eine miese Tour zu fahren und dann auch noch zu erwarten, dass es eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit geben soll?
Im Übrigen haben die besagten zwei "Spitzel" sich ihre Dienste auch gut belohnen lassen. Von Herrn Sebastian G. ist bekannt, dass dieser "zufällig" ab Montag (14.11.17) für vier Wochen in eine andere Filiale in München als "Unterstützung" versetzt wurde. Just ein Tag nachdem dem BR bekannt wurde, dass ZARA das Arbeitsgericht beauftragt hat die Einigungsstelle einzurichten, aufgrund der Aussagen dieser beiden "Spitzel". Inoffiziell wurde dem BR aus sicherer Quelle berichtet, dass Herr Sebastian G. sehr bald ein "Training zur Abteilungsleitung" beginnen wird. Besser so, denn die Folgen in seiner eigenen Filiale als Verräter abgestempelt zu werden dürften nach dieser Aktion sehr hoch sein - sehr hoch!
Also stellt man sich schon die Frage: Woher nimmt sich der Arbeitgeber eigentlich die Frechheit heraus so eine miese Tour zu fahren und dann auch noch zu erwarten, dass es eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit geben soll?
Im Übrigen haben die besagten zwei "Spitzel" sich ihre Dienste auch gut belohnen lassen. Von Herrn Sebastian G. ist bekannt, dass dieser "zufällig" ab Montag (14.11.17) für vier Wochen in eine andere Filiale in München als "Unterstützung" versetzt wurde. Just ein Tag nachdem dem BR bekannt wurde, dass ZARA das Arbeitsgericht beauftragt hat die Einigungsstelle einzurichten, aufgrund der Aussagen dieser beiden "Spitzel". Inoffiziell wurde dem BR aus sicherer Quelle berichtet, dass Herr Sebastian G. sehr bald ein "Training zur Abteilungsleitung" beginnen wird. Besser so, denn die Folgen in seiner eigenen Filiale als Verräter abgestempelt zu werden dürften nach dieser Aktion sehr hoch sein - sehr hoch!
Bei Frau Cindy H. ist die Lage ebenso eindeutig. Am 26.10. war die Gewerkschaftsversammlung. Am 28.10. schickte der Arbeitgeber dem BR der Kaufingerstr., die Ursprungsfiliale von Frau Cindy H., eine Anhörung zur unbefristeten Versetzung in die ZARA Filiale Theatinerstraße. In diese war Frau Cindy H. vorerst befristet versetzt worden. Also auch hier eine "fürstliche Belohnung" für die Spionagedienste einer "loyalen" Abteilungsleitung. Fragt sich nur wie vertrauensvoll Frau Cindy H. nun in der ZARA Filiale Theatinerstr. mit den Kolleginnen und Kollegen und vor allem dem dortigen Betriebsrat zusammen arbeiten möchte.
Es bleibt nur noch zu betonen, dass der BR nichts rechtswidriges getan hat bzw. alles dafür tun wollte, die Verhandlungen sauber über die Bühne zu bringen. Schon allein wegen der Kolleginnen und Kollegen, die eine vernünftige Sozialplanung verdient haben. Auf jeden Fall geht der BR der Filiale mit dem ernsthaften Willen zur Kommunikations- bzw. Verhandlungsbereitschaft an die Sache heran. Auch wenn der Arbeitgeber versucht das mit allen Mitteln zu verhindern. Das Vertrauen seitens Betriebsräte gegenüber dem Arbeitgeber war vorher schon recht angespannt. Nach dieser sehr zweifelhaften Aktion ist sie jedoch stark angeknackst.
JEDER LIEBT DEN VERRAT, NIEMAND LIEBT DEN VERRÄTER!!!
Es bleibt nur noch zu betonen, dass der BR nichts rechtswidriges getan hat bzw. alles dafür tun wollte, die Verhandlungen sauber über die Bühne zu bringen. Schon allein wegen der Kolleginnen und Kollegen, die eine vernünftige Sozialplanung verdient haben. Auf jeden Fall geht der BR der Filiale mit dem ernsthaften Willen zur Kommunikations- bzw. Verhandlungsbereitschaft an die Sache heran. Auch wenn der Arbeitgeber versucht das mit allen Mitteln zu verhindern. Das Vertrauen seitens Betriebsräte gegenüber dem Arbeitgeber war vorher schon recht angespannt. Nach dieser sehr zweifelhaften Aktion ist sie jedoch stark angeknackst.
WIR GEBEN JEDENFALLS NACHWIEVOR NICHT AUF!!!
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